Buchtipp: Hüterin des Mondes – mit dem Mond-Zyklus die weibliche Kraft und Intuition stärken

Meine heutige Buchempfehlung geht an all’ die Ladies unter euch, denn in dem folgenden Artikel möchte ich euch das Buch Hüterin des Mondes – mit dem Mond-Zyklus die weibliche Kraft und Intuition stärken* vorstellen.

Keine Sorge, das wird jetzt keine Ode an Free Bleeding oder Menstruieren in freier Wildbahn. Das kann natürlich jede halten wie sie will, aber ich für meinen Teil bin ziemlich froh, dass wir auch menstruationstechnisch im Jahr 2020 angekommen sind und ich mit einem Cup als Frau ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben führen kann, in dem ich nicht an eine Toilette gefesselt bin. Ich gehöre auch nicht zu den Frauen, die “die Mondin” schreiben, weil ich finde, dass das ziemlich bescheuert klingt und außerdem zur Folge hätte, dass man auch “der Sonne” schreiben müsste (was noch viel bescheuerter klingt).

Was ich damit sagen will: Es gibt Bücher zum Thema Weiblichkeit, die mir persönlich einfach too much sind. Wenn wir hier schon von Himmelskörpern reden, so sei an dieser Stelle auch der Hinweis erlaubt, dass Astrologie immer geschlechterneutral ist und dass jeder Mensch eine bestimmte Zusammensetzung an männlicher und weiblicher Energie in seinem Radix hat. In meinem Fall sind das zu 79% männliche Energien und nur zu 21% weibliche. Ich durfte mir in der Vergangenheit sehr oft anhören, dass viele meiner Wesenszüge “zu männlich” sind und dass ich doch mal “an meinem Yin arbeiten” solle.

Die Astrologie hat mir geholfen, zu verstehen, dass nichts an mir falsch ist. Dieser große Anteil an männlicher Energie basiert schlicht und ergreifend auf der Tatsache, dass ich sehr feuer- und luftbetont bin. Falls ihr dieser “überbordenden Weiblichkeit”, wie sie uns online ja ganz oft begegnet, ebenfalls nicht so richtig viel abgewinnen könnt, heisst das also erstmal gar nichts.

Aber wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, fällt das heutige Buch nicht in diese Kategorie, da ich es ja rezensiere und für großartig befunden habe. Die Autorin Stéphanie Lafranque schreibt im Vorwort, dass die Gesellschaft bemüht ist, unsere Erinnerung an die luneare Verbundenheit zu vertreiben, was sie mit einer Angst vor der Macht der Frau gleichsetzt. Und das würde ich schon mal zu 100% so unterschreiben.

“Wie Ebbe und Flut die Meere bewegen, werden auch wir innerlich bewegt. Wenn wir diese Verbundenheit aufdecken, werden wir uns der Vergänglichkeit aller Dinge bewusst und spüren, dass wir einem System angehören, das größer ist als wir selbst.”

Es geht aber nicht nur um den Mondzyklus, sondern auch um alte Weisheiten und den Jahreskreis. Also im Prinzip um eine Art Selbstermächtigung. Darum, sich selbst besser zu verstehen und die eigene Kraft zurück zu gewinnen.

In Sachen “alte Weisheiten” haben mich Stéphanies Worte zum Thema “Hexen” sehr berührt. Neben der hässlichen Darstellung in Bilderbüchern und der Nutzung als Schimpfwort für Feministinnen unserer Zeit erklärt Hüterin des Mondes* den Begriff nämlich als Wildheit, die Freiheit bedeutet, Emanzipation und die Gabe, die Gesetze der Natur zu lesen und zu leben.

Die wundervollen Illustrationen im Buch kommen by the way von Vic Oh:

Nachdem die verschiedenen Zyklusphasen auf sieben Seiten genauer erklärt werden, beschreibt Stéphanie “die Magie der Sternzeichen”. Im Gegensatz zu meinen Astro Büchern werden die Tierkreiszeichen hier im Mondkontext betrachtet, was ich so gelungen finde, dass ich vor jedem Sound & Stars Termin auch nochmal nachschaue, was dieses Buch zu dem entsprechenden Neu- oder Vollmond zu sagen hat.

Ganz besonders gelungen finde ich auch das Kapitel zu Lilith und Priapus, in dem Stéphanie ebenfalls nochmal auf alle Tierkreiszeichen eingeht. Mir gefällt die spielerische und fluffige Aufbereitung des Themas supergut, denn 99% aller Astrobücher kommen ja doch eher steif und antiquiert um die Ecke.

Anschließend geht es um den Jahreskreis, die Jahreskreisfeste und die entsprechenden Neu- und Vollmonde sowie deren Bedeutung. Hüterin des Mondes* ist also ein super Nachschlagewerk, wenn ihr immer mal wieder gegenchecken wollt, unter welchem Thema (ganz losgelöst von astrologischen Konstellationen) ein ganz bestimmter Neu- oder Vollmond steht.

Ihr merkt schon, ich bin begeistert. Dieses Buch ist der perfekte Mix aus Astrologie und Jahreskreis mit dem Mond als Hauptdarsteller. Es ist definitiv eines der Bücher, die man immer wieder aus dem Regal zieht – und zwar vermutlich zu jedem Neu- und Vollmond. Es kommt ohne diese klebrige überbordende Weiblichkeit aus, von der frau heutzutage medial und in Büchern gerne mal überflutet wird.

Für meinen Geschmack findet Stéphanie Lafranque in Hüterin des Mondes* also genau das richtige Maß und ich bin mir sicher, dass es für die meisten von uns sehr wertvollen Input bereit hält. Falls ihr also regelmäßig Neumond- oder Vollmondrituale zelebriert oder einfach so ein bisschen mehr über den Mond und seine Connection zu uns wissen wollt, könnte dieses Buch genau das Richtige für euch sein.

Herzensempfehlung!*

Jenny

Ich habe das Buch selbst gekauft. Ich schreibe nur über Produkte, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich sie selbst gekauft habe oder ob sie mir kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf. *Bei den Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate Links. Falls ihr das Buch über so einen Link kauft, ist es für euch nicht teurer. Amazon beteiligt mich jedoch mit ein paar Cent am Gewinn, was mir letzten Endes wieder dabei hilft, I LOVE SPA in diesem Umfang hauptberuflich zu bespielen.